Erfolgreiches Weltcup-Wochenende in Paris


Der zweite Weltcup von World Aquatics versprach Hochspannung – und hielt Wort. Mitten im internationalen Spitzenfeld: Aimée, Anna-Sophia und Melody von Artistic Swimming Bern. Ihr Ziel: ein starkes Ausrufezeichen setzen auf dem langen Weg Richtung Olympische Spiele 2028.

Doch noch bevor der erste Startpfiff erklang, wurde die Bernerinnen von einer bitteren Wendung getroffen. Aimée fällt verletzungsbedingt aus – eine Hiobsbotschaft, die alles verändert. Plötzlich heisst es umdenken, neuformieren, Nerven bewahren. Für das Duett mit Melody springt kurzfristig Meret von Basel Aquatics ein. Kaum Zeit zur Vorbereitung, kaum gemeinsame Trainings – und doch wächst das neu formierte Duo über sich hinaus.

Was dann folgt, ist mehr als nur ein solider Wettkampfauftritt: Es ist eine kleine Überraschung. In ihrem allerersten gemeinsamen Duett-Wettkampf zeigen Melody und Meret beeindruckende Nervenstärke. Mit Rang 11 im Duett Free kratzen sie an den Top 10, und auch im technischen Programm bestätigen sie ihre Leistung mit einem starken 13. Platz.

Parallel dazu sorgt ein weiteres Duo mit Berner Beteiligung für Glanzmomente: Anna-Sophia und ihre Partnerin Ixchel, ebenfalls von Basel Aquatics, präsentieren zwei ausdrucksstarke Küren. Besonders im Duett Free setzen sie ein Zeichen und sichern sich einen hervorragenden 8. Platz. Auch in der technischen Kür behaupten sie sich im dichten Teilnehmerfeld und beenden den Wettkampf auf Rang 10.

Und dann ist da noch Melodys Solo-Auftritt: Neben dem Duett wagt sie sich auch im Solo Free ins Wasser und präsentiert ihre brandneue Choreografie erstmals auf internationaler Bühne. Mit viel Ausdruck, Mut und Eleganz stellt sie sich der starken Konkurrenz und schliesst den Wettkampf auf Platz 18 ab. Ein Auftritt, der nicht nur Punkte bringt, sondern vor allem eines zeigt: Entwicklung, Potenzial und Persönlichkeit.

Was dieses Wochenende besonders macht, sind nicht nur die Platzierungen. Es sind die Geschichten dahinter – von Rückschlägen, spontanen Chancen und unerwarteten Premieren. Geschichten von Athletinnen, die sich nicht beirren lassen, sondern genau dann wachsen, wenn es darauf ankommt.

Als Verein sind wir stolz auf unsere Schwimmerinnen, die auf internationalem Parkett nicht nur mithalten, sondern Akzente setzen. Der Blick richtet sich nach vorne – die Reise ist noch lange nicht zu Ende. Der nächste Halt: die Schweizermeisterschaften Mitte April in Sursee.